„But If Not“ – A Song of Civil Disobedience

This song was inspired by a sermon from Dr. Martin Luther King. It is based on the story of Shadrach, Meshach and Abednego as recorded in the book of Daniel 3. They were supposed to bow down before a statue that was set up by the great king Nebuchadnezzar, but refused to do so. So they were trheatened with getting thrown into the fire. They replied that they would not bow down before the statue, because their god – the god of Israel – would save them, but if not, they would not bow down anyways. This instance of civil disobedience and loyalty – even if it is not rewarded by success, inspired Dr. Martin Luther King to a sermon and me to the song.

Lyrics:

When they said to me bow down – I said I won’t

I won’t fall down on your ground

When they threatened me with fire – I said I will

Be pulled out – flying high

 

But if not

I won’t bow down

anyways

because you

are with me in the fire!

 

While their anger burned in rage and explodes

I stood still – at the rim of all roads

When they pushed me in the pit I fell

Looked around –  there I saw and got well

TE, 27.11.17

 

 

 

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Piercing through the Moment (A 2017 Song)

Hier ist der Text eines kleinen persönlichen Songs, der in diesem Jahr entstanden ist. Eine Audio-Fassung folgt.

 

1) What is beauty

What is love

What is rescue

from above

 

Where is ‘the connection

of people

tryin to run the race

When comes the crossing

of our time and space

 

Ref:

Piercing through the moment

You come to me

It’s like healing broken bones

When all the darkness fades away

 

2) Fading footprints

is all I see

In my rearview mirror

there’s a face with a plea

 

There’s a loneliness

that goes deeper than

being left alone

by a mere human

 

3) Certain People

make you sick

Others bring a healing balm

and get you fixed

 

the great physician

comes around

he makes you whole again

and leaves you stunned

 

4) There is a wonderous

love to see

she’s so beautiful 

and dwells in me

 

She’s the energy

in the heavens and the earth

she fires the sun and moon

and wakes me up in the new birth 

 

Ref. II:

C’mon pierce the moment

feel it rise

C’mon make it happen

Even when in disguise

(Bremen, T. Ennulat 2017)

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Der Anker hinterm Vorhang und das Jesusgebet – Eine Meditation

Hinter der Erscheinungsform der Dinge liegt der Anker unserer Lebenslinie, bzw. im Seefahrtsjargon gesprochen Lebensleine.

Besonders schön wird diese Wirklichkeit in der Übersetzung The Message von Eugene Peterson in Hebräer 6,19-20 ausgedrückt:

It’s an unbreakable spiritual lifeline, reaching past all appearances right to the very presence of God where Jesus, running on ahead of us, has taken up his permanent post as high priest for us, in the order of Melchizedek.

 

Im Allerheiligsten, im zeitlosen Jetzt, wo Christus, der Hohepriester nach der Ordnung des Melchizedek, eingesetzt wurde.

Mit dieser Realität ist das Hier verbunden.

Die Realität des Ewigen hinterm Vorhang.

Gottes Wirklichkeit.

Während ich hier sitze, stehe oder gehe – bin ich verankert in der Ewigkeit.

Während meine Gedanken vorbeiziehen – bin ich verankert in der Ewigkeit.

Während ich plane, überlege, verarbeite und reflektiere – bin ich verankert in der Ewigkeit.

Der Verankerung meines Lebens in der überzeitlichen Dimension gewahr werde ich durch die Wahrnehmung meines…

Atems in 

meine Hände

mit dem Jesusgebet (beim Einatmen Christus und beim Ausatmen Jesus)

als sinnenhafte Zugänge zu der formlosen Dimension des ewigen Jetzt.

 

Auch Achtsamkeitsübungen dienen zur Gewahrwerdung der Verankerung meiner Lebensleine in der Zeitlosigkeit wie z.B. durch die von Franziska Luschas.

Hebr 6,19-20

vgl. das Buch „Kontemplative Exerzitien“ von Franz Jalics (Echter)

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Tag der Deutschen Einheit, 2017

Am Tag der Deutschen Einheit durchs Bodetal. Das passte heute richtig gut!

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„Ihr könnt auch in meinen Weinberg gehen!“ (Matthäus 20,1-16)

Normalerweise geht Gerechtigkeit so: Es gibt eine unabhängige Justizia. Sie ist blind, wahrt das Prinzip der Gleichheit und verteilt je nach Verhalten die gleiche Strafe für Vergehen, den gleichen Lohn für das Tun des Richtigen.

Dieses Verständnis wird von Parteien genutzt und die Angst, die dahinter steckt, nicht gerecht behandelt zu werden. Da werden Gruppen gegeneinander ausgespielt, z.B. solche, die schon länger hier im Land sind gegen solche, die erst neu dazu kommen. Und weil die einen länger hier sind, haben sie mehr Rechte als die, die aus anderen Ländern hinzuziehen. So glauben manche. So wird gehetzt und Neid und Feindschaft geschürt mit Hilfe eines aufrechnenden Gerechtigkeitsbildes.

Bei Gott funktioniert das Leben jedoch mit einer merkwürdigen und völlig anders gearteten Gerechtigkeit.

Das Gerechtigkeitsverständnis von Jesus zeigt sich als Einspruch gegen das Leistung-Lohn-Denken, bzw. Vergehen-Strafe-Denken.

Dieses Verständnis ist aufwühlend, jedoch wichtig für eine Gottesvorstellung, die uns unverfügbar ist, für ein positives Zusammenleben und ein persönlich gesundes Glaubensleben. Jesus zeigt das auf äußerst irritierende Weise in Mt 20 mit der Geschichte von den Arbeitern im Weinberg.

Darin geht es im Kern um die tiefste Ursache und Kluft zwischen Menschen. Es geht darum, dass wir Menschen miteinander rechnen. So verstehen Menschen Gerechtigkeit.

Wir rechnen aus, was uns gehört und dem andern. Wir bestehen auf dem Recht, das wir errechnet haben für uns.

Wir rechnen im Politischen, Sozialen, Moralischen und in der Kirche.

Oft rechnen Menschen so, dass möglichst viel für sie selbst herauskommt und möglichst wenig für den anderen. Es werden die eigenen Verdienstposten aufgelistet und die Schuldposten der anderen.

Der Maßstab aller Ordnung ist: Man bekommt das, was man verdient hat.

Manche rechnen auch im Glauben. Sie rechnen anderen ihre Irrtümer vor und meinen den rechten Glauben zu haben. Das Maß sind sie selbst. Schon die Jünger rechneten wer von ihnen der Größte sei. Es rechneten die Apostel mit Paulus, der später dazu gekommen war usw.

Wir rechnen und rechten mit einander.

Dieses Rechnen und draus folgende Rechten, Richten, ist eine Ursache der Zerreißung der Gemeinschaft, des Zusammenhalts.

“Mir steht doch mehr zu. Ich habe mich so viel eingesetzt und die anderen tun viel weniger. Das kann doch nicht angehen, dass die ganze Arbeit auf meinen Schultern ruht. Der / die könnte ja auch mal was tun. Sie könnten ja auch selbst mal auf die Idee kommen was zu sehen. Aber nein, die ewige Sisyphusarbeit bleibt immer bei mir hängen. Und ich kann womöglich denen noch ihre Arbeitsgeräte hinterher räumen. Das ist sowas von ungerecht!”

Der Chef in der Geschichte von Jesus sagt: „Ich hab euch doch das vereinbarte Gehalt gezahlt. Ist doch ok. Ist doch nicht dein Problem, wenn ich dem, der neu dazukommt das Gleiche gebe.”

Das ist zwar juristisch korrekt, fühlt sich jedoch trotzdem irgendwie unfair an.

Und doch ist Gott so mit uns.

Merkwürdig.

Befremdlich.

Überraschend.

Und doch gut.

Die Antwort Jesu lautet:

„Ihr könnt auch in meinen Weinberg gehen!“

„Ich brauche dich auch!“

„Ich freue mich über deine Mitarbeit!“

„Ich sehe dich, auch wenn du schon lange untätig herumhängst!“

„Ihr könnt auch in meinen Weinberg gehen!“

Einerseits ist das eine befreiende Aussage, andererseits eine Herausforderung für die Menschenfreundlichkeit und Empathie derjenigen, die sich schon lange engagieren! Doch das ist genau der Punkt, auf den Jesus hinaus will.

Jeder Mensch ist mehr wert als seine Leistung. Egal woher und wann er / sie wo ist.

„Fühl dich nicht bedroht von den anderen. Was sie können, wie viel Aufmerksamkeit oder Geld sie erhalten, oder wenn sie etwas gut machen…“

Diese Wahrheit sollte sich politisch in einer Gesellschaft zeigen, indem nicht nur das Leistungsprinzip gilt, sondern eine Anerkennung und Versorgung, die davon unabhängig ist.

Und sie sollte und wird sich in der Atmosphäre einer Jesus-Nachfolge-Gemeinschaft in Form von besonderer Zuwendung zu denen zeigen, die (bisher) keiner haben wollte.

Gerechtigkeit scheint bei Jesus mehr mit Solidarität und einer Anerkennung des Werts unabhängig von der Leistung zu tun zu haben als mit dem Leistungs-Lohn-Denken.

Eine Frage zum Schluss: Spricht dieses Gleichnis von Jesus für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens?

Literatur: Leonhard Ragaz, „Die Gleichnisse Jesu: Seine soziale Botschaft“ (Gütersloh: GTB, 1979)

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Ewigkeit in ihren Herzen (Koh 3,11), Teil 1

In dieser Rubrik geht es um eine Sehnsucht, ein Fenster oder eine Berührung der überzeitlichen Dimension. Immer wieder passiert es mir, dass ich in Songs, Bildern und Worten die Dimension des Ewigen erblicke. Sie sind dann für mich Anbetung, Erinnerung und Vergegenwärtigung einer spirituellen Tiefendimension der Wirklichkeit.

„Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt.“ (Koh / Pred 3,11)

In jedem Song, in dem es um etwas überzeitlich Unzerstörbares geht, wie z.B. den Rock ’n‘ Roll, erblicke ich ein tiefere Wahrheit. Diese Songs berühren mich auf eine besondere Weise.

Für mich haben, so vordergründig solche Songs zunächst erscheinen, eine dichte und tiefe Bewandtnis und ich stimme in die Besingung des Immerwährenden ein (Rock ’n‘ Roll will never die; Rock ’n‘ Roll is here to stay).

Hier ein Beispiel von Neil Young:

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Das große Bild, Teil 3: Globale Gerechtigkeit

Das Wort „Gerechtigkeit“ klingt in den Ohren eines weißen westlich geprägten Menschen wie mir oft sehr kühl, sachlich und berechnend. Sicherlich ist das nicht verkehrt, denn die Vision gleicher Chancen für alle ist auch eine Angelegenheit, die mit Distanz und Ausgewogenheit angegangen werden muss.

Doch alle kleinen und großen Initiativen, die sich dafür engagieren, dass die Stimme der Ärmeren gehört wird, träumen m.E. Gottes Traum mit. Jetzt bin ich mit meinen Vokabeln schon in eine völlig andere Terminologie hineingeraten, und das gefällt mir.

„Gerechtigkeit“ meint nicht nur die Herstellung gleicher Chancen und Möglichkeiten, die Bereitstellung des Nötigsten für alle, sondern eine Grundhaltung der Heiligkeit allen Lebens gegenüber.

Natürlich hängt soziale und globale Gerechtigkeit unmittelbar mit den anderen beiden Grundaufgaben „Bewahrung der Schöpfung“ und „Gewaltlose Wege zum Frieden gehen“ zusammen. Vor allem die Völker der „3. Welt“ mahnten und mahnen z.B. an, dass man zuerst Gerechtigkeit zu schaffen habe, bevor das Thema „Friedenspolitik“ in den Fokus rücken kann, da das eine das andere bedingt.

Wie damals der Widerstand der Kirche gegenüber der Rassentrennung in Südafrika und beim Fall der Berliner Mauer, so ist heute in unserem eigenen Land deutlich Position zu beziehen gegen jegliche Formen von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Homophobie u.a.

Solche ungerechte Phänomene und Strukturen heilsam aufzudecken und zu entlarven, ist dringend notwendig. Die prophetische Dimension des Evangeliums (Lukas 4,16-21) kommt auf diese Weise zum Tragen und verströmt ihre heilende und befreiende Macht.

Das kann manchmal auch durch kleine Zeichen geschehen, die an sich nicht viel verändern, aber die Aufmerksamkeit auf das Recht richten gemeinsam an einem Tisch zu sitzen – unabhängig vom sozialen, kulturellen oder religiösen Hintergrund. Am kommenden Montag, 14. August 2017, gibt es dazu am Bremer Hauptbahnhof eine bewährte und immer wieder gern genutzte Gelegenheit ein solches Zeichen zu setzen, siehe: Serve the City, Bremen.

Ein wahrhaft himmelschreiendes Unrecht findet zur Zeit im Gesundheitswesen statt, indem Menschen in Kliniken völlig unnötigerweise operiert, beatmet und gequält werden, so dass ihnen aus Profitgier nicht einmal ein einigermaßen hinnehmbares Sterben gewährt wird. Vgl. dieses Interview bei Markus Lanz: https://youtu.be/ZIn8H6sSrgE.

vgl. Walter Wink, The Powers That Be: Theology For A New Millennium (New Your, Random House, 1998)

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